Bund für Umwelt und Naturschutz - Ortsgruppe Bensheim
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Podiumsdiskussion mit Percy Schmeiser zum Thema Gentechnik und gentechnisch veränderte Pflanzen und TiereDer BUND-Kreisverband Bergstrasse und die BUND-Ortsgruppe Bensheim laden zum Vortrag mit Podiumsdiskussion zum Thema Gentechnik und gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere ein. Der Träger des Alternativen Nobelpreises und weltweit bekannte Kämpfer gegen Gentechnik Percy Schmeiser, wird in seinem Vortrag zeigen, welche Folgen der Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen hat und wie ein Gentechnik Konzern weiter versucht diese Technologien zu verbreiten und welche Gefahren sich daraus für Mensch und Natur entwickeln können. Termin ist der 12.09.2010, der Vortrag mit Podiumsdiskussion und gemütlichem Ausklang beginnt um 18 Uhr im Bürgerhaus Kronepark, Darmstädter Strasse 166, 64625 Bensheim-Auerbach Der Träger des Alternativen Nobelpreises wirbt für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Die Erfahrung zeige, dass es kein Nebeneinander zwischen dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und gentechnikfreier Landwirtschaft geben könne, sagt Schmeiser. Der Bauer und Saatgutzüchter aus Kanada gilt weltweit als Symbolfigur für den Widerstand gegen die internationalen Saatgutkonzerne wie das US-amerikanische Unternehmen Monsanto. Percy Schmeiser ist ein Mann, für den das Etikett Held fast noch eine Untertreibung wäre. Der kanadische Farmer lag mit dem milliardenschweren Saatgutkonzern Monsanto jahrelang im juristischen Clinch und ging aus diesem ungleichen Duell als symbolischer Teilsieger hervor. Percy Schmeiser, ist derzeit unterwegs in Deutschland auf einer Vortragsreise, um von seinem Kampf gegen den Gentechnik-Konzern Monsanto und den Prozessen, die er für den Erhalt seiner Farm führen musste, zu berichten. Schmeiser erhielt bereits im Jahr 2000 den Mahatma-Ghandi-Preis, war 25 Jahre Bürgermeister seiner Gemeinde und saß im kanadischen Landesparlament. Im Vortrag wird er ebenso über die dramatischen Auswirkungen der Gentechnik in Kanada und den USA informieren. Seine Worte geben Mut, entschlossen für die Erhaltung der Lebensgrundlagen einzutreten. In der anschließenden Podiumsdiskussion wird das Thema Grüne Gentechnik mit verschiedenen Teilnehmern erörtert. Teilnehmer auf dem Podium sind u.a. Percy Schmeiser und Dr. Willi Billau vom Regionalbauernverband Starkenburg. Die Moderation übernimmt Bernward Geier, Journalist und ehem. Direktor vom Weltdachverband des Biologischen Landbaus. Im Jahr 1998 wurden Percy Schmeiser und seine Frau vom Gentechnikkonzern Monsanto vor Gericht gebracht. Ihnen wurde vorgeworfen, Monsanto-Raps ohne Lizenz angebaut und somit gegen das Patent des multinationalen Konzerns verstoßen zu haben. Schmeiser musste seine Ernte vernichten und sah sich Schadenersatzforderungen von bis zu einer Mio. Dollar gegenüber. Schmeiser wehrte sich, da er nicht der Täter, sondern das Opfer war und weil eine Ausbreitung genmanipulierter Pollen durch Wind sowie Insekten auf andere Felder nicht verhindert werden kann. Schnell sah er, dass es nicht nur um ihn, sondern um alle Bauern und letztlich um alle Menschen geht. Denn Patente auf Leben bedeuten, dass das Saatgut, die Pflanze, das Tier und sogar Lebensmittel einzelnen Unternehmen gehören. Außerdem kann es kein Nebeneinander von Gentechnik-Landwirtschaft und gentechnikfreier Landwirtschaft geben. Es gibt keine Koexistenz. So gibt es in ganz Kanada keinen gentechnikfreien Raps mehr. Schmeiser wird über Verträge sprechen die Landwirte entrechten, über die Art und Weise, wie der multinationale Konzern mit den Landwirten umgeht und wie diese damit in eine nie gekannte Abhängigkeit geraten. Weiters entlarvt er die gegebenen Versprechungen von höheren Erträgen und geringerem Spritzmitteleinsatz durch Gentechnik-Pflanzen als Lügen. Seine Worte geben Mut, entschlossen für die Erhaltung der Lebensgrundlagen einzutreten. |
