Bund für Umwelt und Naturschutz - Ortsgruppe Bensheim
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BUND aktiv vor OrtDer BUND Bensheim existiert schon seit 1977. Er umfasst ca. 100 Mitglieder und 250 Förderer. Der aktive Kern besteht aus ca. 10 Aktiven. Wir freuen uns über jeden, der bei uns mitmachen will. Sei es aktiv in der Ortsgruppe, bei Aktionen, bei der Kindergruppe oder Jugendgruppe oder durch neue Aktivitäten, die wir natürlich gerne unterstützen werden. Die Ortsgruppe versucht sich jedes Jahr einen neuen Schwerpunkt zu geben. Außerdem bildet die aktiven Naturschutzarbeit in bestimmten Aktionen und Projekten einen Schwerpunkt der Aktivitäten, die zum Teil schon seit über 20 Jahren betreut werden: Die einzelnen Aktivitäten der Ortsgruppe sind dabei selbstbestimmt. Jeder kann sich mit einer Idee oder einer Aktivität einbringen, in den monatlichen Treffen wird dann darüber gesprochen und je nach Möglichkeit durchgeführt, egal ob es sich um ehrenamtliche Arbeit, ideelle Anliegen oder finanzielle Projekte handelt. Übersicht über die Dauerprojekte: Der BUND Bensheim hat 1992 eine Streuobstwiese mit ca. 4400 qm Fläche angelegt und deren Pflege übernommen. Dabei wurden ca. 50 Hochstämme gepflanzt mit den typischen regionalen Obstsorten, die meisten sind Apfelbäume. Wir erwarten für dieses Jahr eine ertragreiche Ernte, und freuen uns schon auf ökologisch angebautes Obst aus eigener Herstellung. Vor drei Jahren wurden noch zwei kleinere Heckenbereiche im hinteren Teil der Wiese angelegt. In diesem Jahr wurde der Grünschnitt als Futter für Ziegen verwendet. Der BUND Bensheim hat 1991/1992 in der Nähe vom Soldatenfriedhof in Richtung Fehlheim eine 200 m lange Benjeshecke angelegt. Inzwischen ist die Hecke zu stattlicher Größe angewachsen und bietet vielen Vögeln und Kleinsäugern Nahrung, Deckung und Unterschlupf. Die Hecke dient nicht nur als Lebensraum sondern sie trägt auch zur Gliederung und Auflockerung der ausgeräumten Kulturlandschaft bei. Durch die Größe der Benjeshecke, ist diese in dem Naherholungsbereich rund um den Soldatenfriedhof ein wichtiger Naturbestandteil geworden. Der Grundgedanke einer Benjeshecke ist relativ einfach. Man nehme viele Äste und Schnittgut, schichtet dies zueinander auf (oder legt es locker aufeinander) und nimmt dann noch eine evtl. Initialpflanzung vor. Die aufgeschichteten Äste dienen dabei als Schutz (Rehverbiss) für die Sträucher, gleichzeitig können sich in dem Schutz der Äste schon Vögel einfinden und durch Samen in ihren Kot für weitere Vegetation sorgen. Dann braucht man eigentlich nur noch zuzusehen wie sich die Hecke entwickelt und in den verschiedenen Jahreszeiten zu beobachten. Renaturierter Weinberg: Der ehemalige Weinberg wird weitestgehend sich selbst überlassen. Die beiden Ebenen werden ca. 1-2 mal im Jahr gemäht um eine Verbuschung zu vermeiden, sowie eine Magerstruktur zu fördern, dies ist angesichts des Stickstoffeintrages aus der Luft und der Ausbreitung durch Goldruten allerdings auch eine aufwendige Pflegearbeit. Die vor ein paar Jahren erstellte Trockenmauer wertet die Vielfalt des Lebensraumes auf. Die Bruchsteine wurden am Hang angelehnt. Dann wurde die Mauer links und rechts mit Holzbohlen verstärkt. Die Bohlen werden in die Erde eingelassen und stützen die Mauer seitlich ab, außerdem wurden besonders für Wildbienen Löcher in die Bohlen gebohrt. Es sind verschiedengroße Steine, die locker mit Erde verbunden zur Mauer aufgesetzt worden. Zwischen den Steinen wurden kleine und größere Lücken gelassen und mit zusammengebundenen Röhrichtbündeln zu Insektenschlupfwinkeln aufbereitet. Die Mauer ist inzwischen auf eine Länge von ca. 5m angewachsen und idealer Lebensraum zum Beispiel für Eidechsen. Der BUND Bensheim betreut seit ca. 1982 zusammen mit dem Nabu Kreisverband ein Artenschutzprojekt in Form eines Amphibienzaunes in Bensheim-Langwaden. Der Zaun wurde auf Initiative der Naturschutzverbände 1983 durch die Jugendberufshilfe Lampertheim errichtet und aus Naturschutzmitteln des Kreises Bergstraße finanziert. Seither wird die Anlage von NABU und BUND betreut und alljährlich vor der Amphibiensaison repariert. Seit 1984 wurden am Zaun 52.030 Amphibien aus 8 verschiedenen Arten registriert: Erdkröte, Kreuzkröte, Knoblauchkröte, Springfrosch, Grasfrosch, Grünfrosch, Bergmolch und Teichmolch. Mit Zeitverzögerung zeichnen die Jahressummen die Entwicklung der Grundwasserstände im Ried nach: die trockenen 90er Jahre bilden sich in der Kurve deutlich ab. Seit 1997 gibt es in der benachbarten Holzlache ein Ersatzlaichgewässer und es wird versucht, einen Teil der Population umzugewöhnen. Dennoch nahmen die Zahlen am Zaun in Folge der bis Frühjahr 2003 feuchten Jahre zu. Bei Springfrosch und insbesondere dem Teichmolch sind mittlerweile die Zahlen sogar höher als in den 80er Jahren. Anfang 2007 wurde in mehreren Arbeitseinsätzen der Zaun an einigen Stellen wieder ausgebessert. Das Ersatzbiotop wird immer zahlreicher angenommen, die „älteren“ Kröten und Frösche (Kröten können bis zu 35 Jahre alt werden!) wandern jedoch immer noch zu ihren Ursprungsgewässer. Waldschadenspfad: Die ehemalige Jugendgruppe des BUND Bensheim hat 1993/1994 einen Waldschadenspfad angelegt. Dort können Informationen zum Waldsterben erwandert werden. Der Waldschadenspfad wurde bereits mehrfach aktualisiert. Er war allerdings auch mehrfach das Ziel von Vandalismus und musste deshalb schon des öfteren wieder instand gesetzt werden. Aktuell müsste er eigentlich wieder sowohl inhaltlich wie äußerlich wieder aktualisiert werden. Unsere abgeschlossenen Projekte und Aktionen:
Außerdem:
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